Kosmisches Popcorn hoch drei

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So viel Weltraum gleichzeitig war selten im Kino, und die drei Werke Star Trek: Beyond, Independence Day: Resurgence und Ice Age: Collision Course könnten unterschiedlicher kaum sein. Oder vielleicht doch: Tiefsinnige Plots hat keiner der drei zu bieten, bei denen es sich um die Filme Nr. 13, 2 und 5 der entsprechenden Reihen handelt, aber die visuelle Opulenz, gut gestreute Gags und das Wiedersehen mit populären Charakteren (bei Independence Day nach 20 Jahren) macht alle drei zu einem lohnenden Popcorn-Kinoerlebnis – wenn man mit der Erwartung eines netten Sommerfilmchens und sonst nichts hinein geht. Und Astronomisches zum Schmunzeln haben alle drei zu bieten: Bei Star Trek sind es das Ende und bei Inpendendence Day der Anfang, die jeweils mit längeren spektakulären 3D-Flügen durch farbenfrohes interstellares Medium aufwarten, die ihresgleichen suchen. Und Ice Age ist voller astronomischer In-Jokes, etwa zur ‚wahren‘ Entstehung des Großen Roten Flecks auf Jupiter. Vor allem aber „spielt“ der Direktor des New Yorker Planetariums und US-Science-Popstar Neil DeGrasse Tyson als Off-Sprecher und auch in Gestalt von Neil deBuck Weasel mit, was sich aber nur in der Originalversion erschließt.

Von der Handlung her ist der 13. Star Trek am ehesten mit einer der besseren Episoden der Original-TV-Serie zu vergleichen, die diesen September ihren 50. Geburtstag feiert, natürlich mit gewaltig größeren production values aber ohne den epischen Anspruch z.B. des 11. Die ‚Chemie‘ zwischen Kirk, Spock und Bones, das durchgängige Element der Original Series, ist reichlich vertreten, dito Scotty als comic relief, und es schimmert – trotz oft sehr hektischer Action – zuweilen auch ein wenig Roddenberry’scher Welt(raum)-Geist durch. Der neue Independence Day verhält sich zum alten etwa so wie Star Wars VII zu Star Wars IV: in der Timeline des entsprechenden Universums ein Sequel, aber eigentlich dieselbe Story noch mal, nur alles viel größer. Aber so hübsch anzuschauen und mit der einen oder anderen unerwarteten Wendung, dass es interessant genug bleibt. Das kann man vom 5. Ice Age gerade noch so sagen, dessen Plot eher mühsam die beiden Handlungsstränge Familien-Soap bei Mammuts und drohender Weltuntergang zusammen hält. Aber letzterer ist das direkte Werk von Scrat, der von der anfänglichen Nebenfigur endgültig zum Antreiber der Gesamtstory geworden ist: ein breakout character im wahrsten Wortsinne. Gute Unterhaltung!

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2 Gedanken zu “Kosmisches Popcorn hoch drei

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