Astrobiologie im Dreier-Pack

Di, 21. Januar: Kölner Ansichten im Abendlicht.

Die erste Beobachtung der dritten Starlink-Kette unter ‚idealen‘ Bedingungen.

Sa, 25. Januar: Experimente zur Lichtkurve von Beteigeuze werden sogleich in Japan nacherzählt …

In einer neuen finnischen Polarlicht-Doku auf Arte besonders interessant – im Hinblick auf den praktischen Nutzen für Polarlichtjäger – der Vlasiator von Minna Palmroth, zu dem ich auf die Schnelle dessen Homepage, ein Paper und einen Press Release fand. Aber wie sie ja sagte, die Weltraum-Wettervorhersage ist heute da, wo die irdische Wettervorhersage vor einem halben Jahrhundert war (diesen Spruch hörte ich über die Jahre schon öfters, da tut sich wohl wenig): Von einem System, das mir für eine gegebene Nacht die Uhrzeiten und Stärken der Substürme über meinem Standort vorhersagt. dürften wir noch weit entfernt sein …

So, 2. Februar: Ein 33½ Jahre altes Foto von mir taucht auf … an den Transfer von Soyuz T-15 am Himmel nach der Rettung vom Salut 7 konnte ich mich noch gut erinnern, an diese Veröffentlichung hingegen überhaupt nicht.

Und dann hat sich einer an die Analyse gemacht …

… und sie nachgebessert, nachdem mein damaliger Standort ungefähr bekannt war.

Mo, 3. Februar: Auf dem deutschen Nachrichtensender „Welt“ läuft „Feuer auf der Mir“ aus der 2015-er Serie „Secret Space Escapes“ des „Discovery Channel“ – der die Anwesenheit des deutschen Kosmonauten Ewald an Bord während des Zwischenfalls konsequent verschweigt und bei 7:00 nur die Ankunft zweier weiterer Russen erwähnt, mit denen er angekommen war. Wie damit die Besatzung von vorher drei (zwei anderen Russen und einem Amerikaner) auf sechs gestigen ist, was der Kommentar korrekt benennt, das soll der Zuschauer wohl selber heraus finden. Auch in der deutschen Fassung wurde der ‚Verlust‘ von Ewald nicht korrigiert. (Dafür fehlen im Mir-Artikel der deutschen Wikipedia während des Feuers zwei Russen und der Amerikaner: Raumfahrtgeschichte ist offenbar schwierig …)

So, 9. Februar: live aus dem Bochumer Lagezentrum zum Sturm Sabine.

Ab dem 30. Dezember 2019

Mo, 30. Dezember: Erste abendliche Beobachtung der 2. Starlink-Kette, die vom Parkplatz des Planetariums Bochum aus mit bloßem Auge sichtbar war – aber man musste (unter urbanem Himmel halt) schon genau hin schauen. Na dann … Hello 2020 in der Kuppel:

Mi, 1. Januar: Das Planetarium hat die Marke von 300’000 Besuchern geknackt im vergangenen Jahr, was später auch hier verkündet und in der Folge hier erwähnt wird. Darauf ein Feuerwerk:

Abends erneut eine Beobachtung der 2. Starlinks, diesmal vom Balkon in Witten-Herbede: Sie waren so hell wie der viert- und fünfthellste Stern im Schwan (und leicht mit dem bloßen Auge zu sehen) – in einer Distanz, die der späteren Flughöhe entsprechen dürfte …

Fr, 10. Januar: Während des 77. Planetenseminars in Bonn reißen kurz vor dem Maximum der Halbschatten-Mondfinsternis die Wolken ein wenig auf, so dass erst schemenhaft und für Sekunden ziemlich klar (3. Bild) die Eindunklung am Mondrand zu sehen ist! (Und selbst sowas überfordert Volk wie Medien offensichtlich …)

AOT Bonn, Starlinks über Witten, Raumfahrt-Kolloquium in AC etc.

Di, 26. November: Beim 13. Astronomy on Tap Bonn gibt’s auch ein bemerkenswertes ISS-Video von 2013 zu sehen – Hadfield und der nasse Lappen …

… und in Köln der Dom vom speziellen Platz (ganz unten) mal mit Panorama-Funktion, die sich wegen schräg nach oben gerichteter Kamera den Wolf stitcht.

Fr, 29. November: Erstaunlich – in einem Artikel im Lokalst-Teil Bochum Nord/Mitte der WAZ taucht einfach so der Begriff „Lichtverschmutzung“ auf, ohne Anführungszeichen.


Grandioser Gig von KLAATXT im Maschinchen Buntes (mit exzellenter Soundanlage) in Witten.

Sa, 30. November: auf dem HATT Nr. 24.

Mond mit Venus über Bochum – von den anderen Objekten war der Jupiter mit bloßem Auge gerade eben zu sehen, der Saturn bei diesem Dämmerungsgrad noch nicht.

Mo, 2. Dezember: In Die Wissens-Macher plaudert die freie investigative Medizin-Journalistin Martina Keller aus dem Nähkästchen, etwa über einen Einsatz in der Ukraine.

Di, 3. Dezember: Im Planetarium The Influencer, ein bemerkenswertes Theaterstück mit nunmehr vollem Fulldome-Einsatz – in dieser raumgreifenden Form eine Premiere (der Teaser auf DIVE verwirrte eher, jetzt ist’s eine schlüssige Dystopie).

Mi, 4. Dezember: Ebenso beeindruckender wie schockierender Überflug der zweiten Starlink-Satelliten-Kette über Witten-Herbede zwischen 6:00 und 6:25 MEZ – erst im Minuten-, dann Sekunden-Takt erschienen sie zwischen Polarstern und Großem Wagen (aus dem Erdschatten), dessen Kastensterne sie in deren Nähe etwas an Helligkeit übertrafen, womit sie eher 1. als 2. Größe hatten. Typischerweise 7 bis 10 waren jeweils gleichzeitig als Kette über den Himmel ziehend zu sehen, in wechselnder Formation mit manchmal gegenseitigen Überholungen, da wegen leicht unterschiedlicher Bahnhöhen etwas verschieden schnell unterwegs: ein Spektakel, das so im Dezember und drei Wochen nach dem Start basierend auf den Mai-Erfahrungen wahrlich nicht zu erwarten gewesen war.

Als Bonus danach Morgennebel und -rot über der RUB … während es in der alten Heimat zur Sache geht: Königswinter gehört jetzt zun neuen „Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land“ (aber erstmal nur östlich der A 3).

Do, 5. Dezember: Da das Wetter gehalten hat, noch einmal ein Blick auf die Starlink-Kette, jetzt eine Dreiviertelstunde später. Auch wenn es schon dämmerte (Sonnendepression ca. 14 bis 12 Grad), waren vor allem zwischen 6:40 und 6:50 MEZ allein etwa 40 der Satelliten sehr auffällig, wie sie zwischen den Zwillingen und dem Fuhrmann aus dem Erdschatten auftauchten, manchmal alle paar Sekunden, und fast senkrecht aufstiegen – gelegentlich in engeren Gruppen von 4-5, sonst eher wie Perlen an einer Schnur. Helligkeit typischerweise zwischen Castor und Menkalinan, also 1.5 bis 2.0 mag.

Auf dem 32. Raumfahrt-Kolloquium an der FH Aachen, bei dem es diesmal um Asteroiden: Wissenschaft – Missionen – Gefahren geht: allerlei Tweets während des Geschehens. Und gleich mal die aktuelle NEO-Statistik von Gerhard Drolshagen (Oldenburg)

Was wir über den Asteroiden Ryugu durch Hayabusa 2 und MASCOT gelernt haben: Er ähnelt kohligen Chondriten vom CM-Typ oder den Tagish Lake-Meteoriten. Jetzt wurden mit dem Flight Spare der MASCOT-Kamera zum Vergleich Meteoriten abgelichtet, Allende scheint am besten zu passen. Gisela Pösges vom Geopark Ries zeigte in Sachen Impaktkrater bemerkenswerte TanDEM-X-Bilder, die auch als Buch erscheinen sollen.

Rüdiger Jehn vom NEO Coordination Centre der ESA über das Flyeye-Teleskop der ESA, nach dem längerem Ärger mit der Entwicklung der Kamera wohl bald in Italien getestet werden kann, bevor es in Sizilien (und später ein zweites Chile) alle zwei Nächte den gesamten sichtbaren Himmel bis 21.6 mag. abscannen soll. Man rechnet mit ~3 Mini-NEOs pro Jahr, die vor ihrem Airburst entdeckt werden, allerdings mit Vorwarnzeit < 24 Stunden; die Methodik soll unabhängig mit einem kleinen Teleskop in Chile getestet werden. Auch die erfolgreiche Entwarnung für 2006 QV89 war ein Thema.

Und warum ein Impaktor heute als beste Methode gesehen wird, um einen Asteroiden auf Erdkurs abzulenken: Wenn man ihn früh genug entdeckt (das ist entscheidend), kann schon eine einzige per Sonnensegel auf idealem Wege auf ihn geworfene Masse genügen, um die Bahn hinreichend zu verändern. Ist die Zeit allerdings zu knapp, müsste man wohl doch nuklear …

So, 8. Dezember: ein weitererer Versuch mit einem Dom-Panorama (siehe 26. November), diesmal am Tage – na ja, quasi bei Sonnenuntergang im Gegenlicht …

DIVE Immersive Arts Festival und mehr

Fr, 15. November: „We need every […] amateur […] astronomer looking for debris that could be a problem“ – ein selten gehörter Satz (0:41-50) in einem unterirdischen SF-Disaster-Film, aber Quantum Apocalypse, heute auf Tele 5, macht’s möglich

Sa, 16. November: Bei Saturday Morning Physics in Bochum gibt’s eine andere als die übliche NYT-Schlagzeile …

… und Eduardo Ros kündigt das EHT-Bild von Sgr A* für die nächsten Monate an.

So, 17. November: Natürlich haben solch eine Momentaufnahme und Iowa im Besonderen im Gesamtbild in Zeit und Raum keine (?) Bedeutung … aber wenn Buttigieg erst POTUS ist, dann kann ich sagen, ich hab es ein Jahr vorher schon gewusst! 😉

Di, 19. November: Eine Blue-Square-Veranstaltung hat mit dem Titel „Schulbuchmythen unter der Lupe: Hielten die Menschen im Mittelalter wirklich die Erde für eine Scheibe?“ wie dem Abstract so gut wie nichts zu tun, ist aber doch ganz unterhaltsam – v.a. der Philosoph, der die existierenden Schulbücher durchweg für völlig abseitig erklärt.

Buchvorstellungen bei Janssen – und im Regal überraschend bereits eine deutsche Version des Lonely Planet „Dark Skies: A Practical Guide to Astrotourism“ entdeckt.

Do, 21. November: Eröffnung des ersten DIVE Festivals in Bochum (Vorschau-Berichte hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie Radio-Beiträge hier und hier und ein TV-Bericht) mit einem hochinteressanten Vortrag in der Zeche 1 von Thomas Oberender über das Wesen der Immersion, …

… der anschließend im Planetarium Ausschnitte aus „Lost“ und „Hemispheres“ zu sehen bekam – Bild vom Festival von allen Tagen in diesem Album.

Fr, 22. November: Bunt strahlt das Planetarium jetzt

… wo es im Rahmen des Festivals einen Vortrag über die Faszination Raumklang …

… und sieben Full-Dome-Shows und Performances (bis 0:40 MEZ) gibt: hier eine überraschend hinter der Kuppel erschienene Geigerin in „Dunkler Wald“ (Florian Hartlieb), ein Visual aus „Insomnia“ (Kai Schumacher) – und Chikashi Miyama mit seinem Datenhandschuh in Action bei „Trajectories“. Dieser Artikel fasst den Abend ganz gut zusammen.

Sa, 23. November: Brennende Mülltonne in der Küppersstraße morgens um 1:30 Uhr … aber die Polizei rückte bereits an.

Eine lebendige Podiumsdiskussion im Schauspielhaus, gefolgt von der – unfotografierbaren – Premiere von Waveform-X im Oval Office-Keller am letzten richtigen Festival-Tag (die kuriose Sensefactory wurde am Folgetag nachgeholt).

Wiederum im Planetarium ein Vortrag zu Geschichte und Wesen desselben von Hans-Christian von Herrmann

… und erneut 4 1/2 Stunden Show, u.a. mit einem Chordeograph, den das Publikum ‚bedienen‘ konnte, und einem spazialisierten Schlagzeug (und beim 3. Mal führte Lost tatsächlich zu psychedelischen Halluzinationen): im Album aller Tage nunmehr über 100 Bilder – und während hier einer nichts Neues mitbekam (v.a. weil er offenkundig den ersten Abend verpasste), bringen es dieser Artikel und dieser Radio-Beitrag sowie dieser (vergängliche) TV-Beitrag auf den Punkt.

Smart Poles, Goethebunker, Citizen Science Science und viel mehr

Mo, 28. Oktober: Bei einem Bürgerforum zur Smart City in Bochum-Ehrenfeld – jede Menge Tweets eines Blogger-Kollegen – stellt ein Vertreter USB digitale Lösungen für die Müllabfuhr vor, die überraschend voll spannender Physik sind. Denn der Zolitron Z-Node bestimmt den Füllstand von Containern durch Vibrations-Messung (was frühere Methoden mit Ultraschall ersetzt) und meldet die Daten per NarrowBand – IoT. Und Innogy erprobt u.a. in Ehrenfeld sogenannte Smart Poles, bei denen erweiterte Straßenlampen u.a. auch zum Laden von Elektrofahrzeugen und als leistungsstarke WLAN-Router agieren. Und von oben per Fischauge gucken, welche Parkplätze frei sind.

Später im Blue Square ein Vortrag über die Geschichte der Fotografie, mit Anschauungsobjekten …

… und im Planetarium die zweite Hälfte des zweiten der vier Gigs von Martin Herzberg plus Cello – gelegentlich findet das olle Smartphone sogar den Fokus im Dunkeln.

Mi, 30. Oktober: ein Blick in die beiden Ausstellungen „Rettet die Betonmonster“ an der Uni-Bochum (mehr und mehr), hier ein 1:33-Wellpappe-Modell der Boston City Hall (1962-69; kommt auch in dieser Sammlung von ‚ugly buildings‘ vor) aus der Wüstenrot-Ausstellung im Musischen Zentrum …

… und hier ein Blick in die Zeitschrift von Archigramm, die den Baustil mit Science Fiction verbindet, aus der Ausstellung zur Baugeschichte der Uni selbst in der Bibliothek. Viele Tafeln in diesem Album: Man hat sich Anfang der 1960-er eine Menge tiefe Gedanken gemacht!

Abends ein erneuter Auftritt im Goethebunker in Essen, diesmal zur diesjährigen Chile-Reise mit Highlights von den ESO-Sternwarten und drei anderen. Und einem Spezialdrink aus chilenischem Pisco und Guaven-Saft für jeden Besucher, der an den leckeren Serena Libre angelehnt ist, nur ist der jugo de papaya im Ruhrgebiet einfach nicht zu bekommen … ein Bild der Verköstigung durch die Mixerin Jenny.

Do, 31. Oktober: eine vierfache Poe-Lesung zu Halloween von Manne Spitzer im Planetarium – es gibt The Cask of Amontillado, The Tell-Tale Heart, The Facts in the Case of M. Valdemar und The Murders in the Rue Morgue.

Mo, 4. November: Im Bochumer Physikalischen Kolloquium geht es um den diesjährigen Nobelpreis – Peebles wird mit Jackie Chan verglichen, der für keinen seiner über 140 Filme einen Oscar, schließlich aber einen Ehren-Oscar bekam (obwohl die Regeln für die Nominierung Lifetime Achievement Awards explizit untersagen), und bei Mayor und Queloz kommt (auf Betreiben eines gewissen Bloggers …) die allseits vergessene Vorgeschichte zur Sprache.

Do, 7. November: Im Beckmanns Hof der RUB auf dem Workshop „Science of Citizen Science“ ausgesprochende anregende Diskussionen.

Nebenan ist die Campus-Sternwarte im Bau am Rande der RUB schon ordentlich gewachsen (First Light der Einrichtung für Studenten wie Volk im Frühjahr 2020?) …

… was man auch von diesem formidablen Fliegenpilz mit der Sternwarte im Hintergrund sagen kann!

Vermessung des Horizonts für den Merkurtransit am 11.11. am Planetarium, wo – Wx permitting – eine öffentliche Beobachtung geplant ist.

Fr, 8. November: Vortrag in Rahmen des 21. Bonner Sternenhimmels zum Merkurtransit – hier Jörg bei der Pre-Show …

… und danach bei der Demonstration des 50-cm-AIfA-Cassegrains mit leider arg trüben Mond …

… der dafür später hell über dem Kölner Dom strahlte, dank Ausstiegs auf einem ungewohnten Bahnsteig(sabschnitt). Tags drauf auf der 38. BoHeTa und weitere zwei Tage später dann der Merkur-Durchgang am Planetarium – mit überraschendem Erfolg.

Genzel, Jena, Aachen etc.

Di, 15. Oktober: ein Live-Call von Bochum zum ISS-Commander – viele Bilder hier. (Bei einem weiteren Live-Call zwei Tage später via Amateurfunk kommen wesentlich mehr der vielen eingereichten Fragen durch.)

Drei e-Scooter, drei Anbieter – noch stehen sie friedlich nebeneinander vor dem Bochumer Hbf …

Entdeckung, 50 Jahre danach: Der angebliche Lunar Transient während Apollo 11 („Eine totale Sonnenfinsternis für die Crew …“; letzter Satz) hat es – reichlich übertrieben – auf eine deutsche Frontpage gebracht. Wer das das in Bochum war und wie die Kommunikation mit der Kapsel lief, bleibt indes weiter im Dunkeln.

Mi, 16. Oktober: Bei den Bad Honnefer Industriegesprächen zeigt Reinhard Genzel auch noch unveröffentlichte Daten des VLTI-Instruments GRAVITY – sie deuten Schwarzschild- und Lense-Thirring-Präzession im Orbit von S2 an und dass die Flares von Sgr A* mit magnetisierten Hotspots nahe der innersten stabilen Bahn (ISCO) zusammen hängen könnten. Und am Rande wird bekannt, dass es tatsächlich schon 2020 das EHT-Bild von Sgr A* geben könnte – na dann Mahlzeit!

Fr, 18. Oktober: Im Vorfeld des ersten Meetings des Helmholtz-Nachtlicht-Projekts in Jena parallels Lampenzählen – wie in der Pilot-Phase (Eintrag vom 5.9.) aber mit der 1. Version eines konsolidierten Formulars – durch einige Teilnehmer in der gezeigten Straße. Mehr Bilder aus dem nächtlichen Jena sowie vom eigentlichen Workshop am nächsten Tag in diesem Album.

Sa, 19. Oktober: Also das Planetarium geht mit seinen vielen Kugelleuchten auf dem Gelände in Sachen Lichtverschmutzung mit leuchtendem Beispiel (nicht) voran …

… während direkt gegenüber im Nucleus Jena der erste Workshop zum neuen Projekt der Citizen Science stattfindet: mehr Bilder und viele Folien im o.g. Album! Ziel des dreijährigen Projekts „Nachtlicht-BüHNE: Bürger-Helmholtz-Netzwerk für die Erforschung von nächtlichen Lichtphänomenen“ ist die Entwicklung eines Co-Design-Prozesses für App-basierte Citizen-Science-Projekte bei dem Bürger gemeinsam mit Wissenschaftlern arbeiten: eins von drei ausgewählten Pilotprojekten, die gute Förderung durch die Helmholtz-Gesellschaft erhalten. „Co-Design“ heißt dabei, dass der ‚Bürger‘ nicht erst als Datensammler ins Spiel kommt sondern schon in der Planungsphase mitwirkt: Das zu organisieren, gilt es zu lernen – und stellte sich in Jena (wo eine beteiligte Abteilung des DLR ansässig ist) bei zwei Dutzend Teilnehmern als nicht immer leicht heraus, aber es wurden wichtige Fortschritte gemacht.

Bei Nachtlicht-BüHNE soll zum einen eine App für effientes Zählen aller Lichtquellen entlang von Straßen entstehen, um eine Beziehung zu den Nachtbildern der Erde insbesondere von NPP-Suomi herzustellen und den Verdacht zu prüfen, dass geschäftliche und private Lichtquellen inzwischen mehr zur Lichtverschmutzung als Straßenlampen beitragen, zum anderen wird unter Führung des DLR in Adlershof eine Melde-App für Feuerkugeln entwickelt, wobei über das für die breite Öffentlichkeit gedachte und erfolgreiche internationale Melde-System der IMO hinausgehende Funktionalität (zumindest mir) noch nicht recht klar ist. Die Teilnehmer des Jena-Meetings kamen aus vielen unterschiedlichen Bereichen und unfassten z.B. den Mann hinter dem Projekt „Lichtwache“ oder einen Entwickler preiswerter Allsky-Meteorkameras, wie sie die entsprechende Szene (Absätze 2-3) tatsächlich brauchen könnte.

In Jena wurden grundlegende Anforderungen konstatiert, etwas dass Meldungen über beide Apps per Feedback-Funktionen dem Nutzer klar machen müssen, dass etwas Sinnvolles passiert und dass Messungen bzw. Beobachtungen nicht in verborgenen Datenbanken verschwinden dürfen, auf die dann nur wenige Zugriff haben. Ansonsten wurde viel über die Prozeduren des Co-Designs und die beste Kommunikation in auf viele Orte verteilten Kollaborationen diskutiert und wann wieviele mitmachen dürfen und sollen: Wenn voraussichtlich im November eine Projekt-Homepage online geht, wird das Bild genauer werden. Die erste groß angelegte Lichter-Messung per App soll jedenfalls von Herbst 2020 bis März 2021 steigen, und erste Veröffentlichungen und Evaluierungen – auch des ganzen Entwicklungsprozesses auf Meta-Ebene! – sind ab Sommer 2021 geplant, bevor die Finanzierung für zumindest diese erste Phase im Juni 2022 endet.

So, 20. Oktober: Eine totale Sonnenfinsternis spielt eine bedeutende Rolle in dem bizarren Murot-Tatort „Angriff auf Wache 08“ (sehr unterschiedliche Kritiken z.B. hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier) – und wird dargestellt durch eine durch Wolken mit langer Brennweite gefilmte echte SoFi. Hier nachträglich eingedunkelt der Anblick kurz nach Beginn der (übrigens 5 Minuten und 6 Sekunden währenden) Film-Totalität – aber das Video läuft erstens rückwärts und ist zweitens auch noch seitenverkehrt! Denn es handelt sich um die ‚amerikanische‘ SoFi von 2017: Man nehme z.B. dieses Bild kurz vor dem dritten Kontakt aus meiner Galerie aus Oregon und spiegle es horizontal: Das Muster der Protuberanzen passt perfekt …

Mi, 23. Oktober: Zur behaupteten ‚Quantum Supremacy‘ von Google gibt es das Original-Paper und jede Menge mehr open access – viel Spaß …

Do, 24. Oktober: Mag ja sei einem guten Monat astronomischer Herbst sein – aber die Night-Sky-Petunien auf dem Balkon (Bilder vom 8. Juni) geben immer noch nicht auf …

Sa, 26. Oktober: Treffen von Astronomie West auf der Sternwarte Aachen bei geradezu Sommerwetter – ein Mini-Bericht und noch mehr Bilder von mir und vom Gastgeber. Am Abend noch beim Ambient-Festival im Planetarium Bochum reingehört. Und in der Nacht bei kaum Licht trotzdem eine Nahaufnahme eines – recht großen – Silberfischchens in der Spüle in Witten:

MINT-Cluster, CIMON, 50 Jahre WHS, Bislicher Insel & mehr

Mo, 7. Oktober: Im Planetarium Bochum die Eröffnung des Bochumer MINT-Clusters mit Festreden, experimentierenden Schülern und Ausstellern: viele große Bilder hier = hier.

Und Abends am selben Ort die Diskussion „Sehnsuchtsort Himmel – auf der Suche nach einem verlorenen Ort“: Bilder in diesem Album.

Mi, 9. Oktober: In einem Vortrag im Blue Square geht DLR-Projektleiter Christian Karrasch in großer Detailfülle auf den ISS-KI-Roboter CIMON ein. Man lernt z.B. über Kollisions-Experimente im Vorfeld mit Projekt-Mitarbeitern inklusive eines harten Nasen-Treffers mit maximal möglicher Geschwindigkeit (Einblendung im Video: „kein Hämatom“) und dass

  • der Name eine Art Backronym ist, das auf Professor Simon Wright aus „Captain Future“ anspielt, ein Gehirn in einem schwebenden Behälter (der Arbeitsname war „Spaceball“ gewesen, aber man wollte sich nicht mit Mel Brooks anlegen),

  • die NASA ein vergleichbares Projekt dran gegeben hat, weil Airbus und IBM schon so weit voran geprescht waren, und schon vor Jahren mit einem ähnlichen gescheitert war, während eine simplere japanische Variante zu klein dimensioniert wurde und daher vom Luftstrom in Kibo immer zum Boden gezogen wird,

  • CIMON wohl das erste echte KI-Experiment im Weltraum überhaupt war und die IT-Sicherheit eine besondere Herausforderung war, war CIMON (über die IBM-Watson-Rechner) doch direkt mit dem Internet verbunden (einmal versuchte der Roboter offenbar, etwas bei Amazon zu bestellen),

  • der originale CIMON kürzlich mit dem 18. Dragon zur Erde zurück kam (und SpaceX gerade angefragt hat, wohin sie ihn nun schicken soll), während gegen Weihnachten ein verbesserter Nachbau zur ISS geschickt wird, mit dem Astronauten Anfang 2020 experimentieren werden (und beide zusammen etwa 8 Mio. Euro gekostet haben), und

  • CIMON in Ausland erheblich bekannter als Alexander Gerst geworden ist – selbst ein Apollo-Kommando-Pilot war im Bilde und äußerte am Rande eines Festakts Bedauern, dass er keinen solchen Begleiter im Mondorbit gehabt habe.

Das ganze Projekt wurde mit ungewöhnlicher Geschwindigkeit durchgezogen, so dass für eine ausführliche Analyse der 90 Minuten Interaktion mit Gerst (oben die bisher publizierten 7 Minuten davon), Fachveröffentlichungen oder andere Anwendungen der Technologie z.B. im Krankenhaus-Sektor noch gar keine Zeit war. Aber das kommt noch …

Sa, 12. Oktober: Im Essener Schloss Borbeck eine rauschende Party zum 50. Geburtstag der Walter-Hohmann-Sternwarte – ein kleiner Bericht und reichlich Bilder.

Danach noch ein Sound of Sky im Planetarium mit Elements.

So, 13. Oktober: Bei und auf der Bislicher Insel, einer der wenigen noch vorhandenen Auenlandschaften in Deutschland und dank RTC entdeckt – samt Hardcore-Birdern zuhauf.

Münsterschwarzach, Fulda, Rhön

Fr, 27. September: in die Abtei Münsterschwarzach zum Seminar „Wunder des Kosmos“ mit Pater Christoph – und abends schon mal eine private Vorab-Besichtigung der brandneuen geerbten Sternwarte mit dickem Refraktor (mehr und mehr). Himmelshelligkeit in der Nacht nach Aufklaren bis 20.74.

Sa, 28. September: Da steht sie schon, in einem großen 3D-Modell der ausgedehnten Kloster-Anlagen (mehr Bilder in diesem Album oben) …

… und kann abends von den Teilnehmern des Seminars (S. 102-103) tatsächlich als ersten Besuchern überhaupt eine Woche vor der großen Einweihung zwei Stunden lang genutzt werden. Danach noch bei Aufnahmen des – im Refraktor arg schwächlichen – Kometen Africano auf der 20 Jahre alten fotografischen Kloster-Sternwarte nit einem 30-cm-Newton dabei …

So, 29. September: … die am nächsten Morgen – nach schwer gregorianischem Gottesdienst – schon verarbeitet präsentiert werden. Weiter nach Fulda, wo’s im Regen aber nur „Ad Astra“ im einzigen Kino gibt.

Mo, 30. September: Bei besser gewordenem Wetter Besichtigung des Schlossgartens mit Floravase, …

… der Michaelskirche, wo sich die vermeintlich 1200 Jahre alte Sonnenuhr indes als viel jünger entpuppen sollte (ganz unten im Bericht über die ‚Expedition‘ in die ‚Sternenstadt‘ Fulda beim ‚Sternenpark‘ Rhön), …

… und dem Dahliengarten just zur besten Jahreszeit …

… mit reichlich Bienen (die sich mit dem Winzig-Objektiv des Uralt-Handys verblüffend gut ablichten lassen): viele Bilder in diesem und diesem Album. Danach erneut im Kino, wo „Farmageddon“ Ad Astra um Längen schlägt

… und abends zu Besuch in der Sternwarte Fulda, von der aus …

… in der Abenddämmerung nebst Mond-Untergang (der eigentlich so aussah) in den Sternenpark Rhön aufgebrochen. Am Beobachtungsplatz beim Schwarzen Moor (50.5 N 10.1 O) – nach einem Satelliten-Mysterium in der späten Dämmerung eine Himmelshelligkeit bis 21.21 hinab (s.a. andere Messungen hier mit demselben SQM) – aber reichlich windig und frisch. (Zum Vergleich hier und hier zwei 2019-er Beobachtungs-Berichte auf der Hohen Geba anderswo im Sternenpark.)

Di, 1. Oktober: Zwei Stunden bei Sabine Frank im Büro, dann in zunehmendem Nebel zu einem der neuen „Himmelsschauplätze“ – s.a. hier, hier und hier – und in noch dichterem Nebel kurz auf der Wasserkuppe.

Auf der Rückfahrt nach Fulda noch bei der Lioba-Kirche – hier die Aussicht – und auf dem Frauenberg vorbei geschaut, sodann ins Planetarium, zur Besichtigung umgebauter ‚alter‘ Lampen und zur Teststraße auf dem Gelände der RhönEnergie.

Mi, 2. Oktober: aus Anlass des heute bekannt gewordenen Todes von Karel Gott hier das gottlose Original des Biene-Maya-Vor- & Abspanns – selbst die Melodie ist eine andere.

Während eines kommerziellen Whisky-Tastings im Planetarium ein halb-heller Gig (unten im Album) von Behind Blue Eyes.

Do, 3. Oktober: Schön enge Konjunktion Mond – Jupiter, …

… unerwartet in einer Wolkenlücke auch über Bochum zu sehen, wie oben rechts schemenhaft zu erkennen.

Sa, 5. Oktober: Mit diesem Datum muss was sein … denn heute vor 57 Jahren lief der erste „Bond“-Film an – und vor 50 Jahren die erste Episode von „Monty Python’s Flying Circus“ in der BBC (hier eine in Deutsch produzierte Folge … mit englischen Untertiteln). Und was danach kam

Auf dem Herbeder Oktoberfest aus dem Programm der Gig von Blues Unlimited (FB) …

… und danach noch eine volle Stunde Stingray (FB), die doch glatt bis 22:30 MESZ spielen, am Ende mit Unterstützung (im Album weitere Bilder beider Gigs):