Die Schallwelle erinnert an Edgar Froese

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Zum Abschluss der heutigen Verleihung des Schallwelle-Preises im Planetarium Bochum (in der über sechsstündigen und dennoch kurzweiligen Veranstaltung sahnte MorPheuSz gleich zweimal die Trophäe ab) wurde – bereits weit nach Mitternacht – des im Januar verstorbenen Edgar Froese gedacht, dessen schon vorher verliehener Preis für’s Lebenswerk Tangerine-Dream-Mitglied Thorsten Quaeschning entgegen nahm. Eine kurze Planetariumsshow erinnere an Froeses Musik, Winfried Trenkler laudierte mit Einspielern aus uralten Interviews – und dank reicher Spenden gab’s obendrauf noch die Patenschaft für die Planetariums-Vega obendrauf:

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SoFi 2015 … auf 10 km Höhe!

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Großes Album hier und Berichte hier und hier! Und weil immer wieder gefragt wird, wie sich SoFis am Boden und in der Luft unterscheiden: Die Boden- oder auch Schiffs-Erfahrung ist als Gesamterlebnis schon deutlich intensiver, mit dem Temperatur-Rückgang und dem Licht, das sich am ganzen Himmel verändert (und der Spannung bzgl. des Wetters natürlich). Die Sicht auf die Korona ist ungefähr dieselbe, der Himmelshintergrund ist auf 10 km nicht dramatisch dunkler als auf Meereshöhe.

Aber was im Flugzeug dazu kommt – und diesmal offenbar besonders krass, wegen der vielen weißen Wolken unter uns – war der scharf abgezeichnete Mondschatten auf ihnen, der mindestens so kontrastreich war wie der Schattenkegel rund um die Sonne. Wir bekamen quasi 2½ SoFis für den Preis von einer. Mein Fazit: Wenn logistisch möglich und wetterstatistisch vertretbar, dann an Land/vom Schiff aus. Aber die Flugzeug-Beobachtung ist eine sehr gute Alternative, das hatte ich so nicht erwartet.

Fotografisches Polarlicht über Bochum

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Von der großen Polarlicht-Show 17./18. März durch den größten geomagnetischen Sturm des Zyklus war sogar in Witten-Herbede etwas mit zu bekommen, allerdings nur fotografisch: ein eindeutiges rotes Glimmen in einem Feld genau im Norden, oberhalb der Lichtverschmutzungsglocke von Bochum. Zwischen 0:15 und 0:20 MEZ war es am stärksten (wie auch ein Beobachter in Thüringen bestätigt), danach wieder weg. Und hier noch – gestern Nachmittag vom Bahnhof Köln-Deutz aus – die Sonne durch eine Baader- und alte Polymer-SoFi-Brille:

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Drei Stunden mit einer Astronauten-Legende

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Fulminanter Auftakt der Rothenfelser Sternstunden „Rätselhafte Schwerkraft“ auf Burg Rothenfels: Drei Stunden lang erzählte der 1997 zur Mir geflogene Reinhold Ewald – der einzige deutsche Astronom, der es tatsächlich in den Weltraum schaffte – mit zahlreichen erstaunlichen Anekdoten über die Erfahrung LEO und stand für Fragen zur Verfügung. Die mehrmonatige Mühe der Termin-Organisation hatte such gelohnt! Ewalds Schilderung der reinen Newtonschen Bewegung ohne Vektor zum Boden bildete wie erhofft die ideale Einstimmung zu den tiefgründigen Diskussionen des Phänomens Schwerkraft an den nächsten beiden Tagen – die bis zu Fragen aus dem Publikum zur Rolle des Noether-Theorems bei der Erhaltung der Baryonenzahl führten. Und bei denen Andreas Müller den idealen zweiten Gast-Experten lieferte – hier in einem von ihm selbst gerechneten Schwarzen Loch mit Akkretionsscheibe:

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