AOT Bonn, Starlinks über Witten, Raumfahrt-Kolloquium in AC etc.

Di, 26. November: Beim 13. Astronomy on Tap Bonn gibt’s auch ein bemerkenswertes ISS-Video von 2013 zu sehen – Hadfield und der nasse Lappen …

… und in Köln der Dom vom speziellen Platz (ganz unten) mal mit Panorama-Funktion, die sich wegen schräg nach oben gerichteter Kamera den Wolf stitcht.

Fr, 29. November: Erstaunlich – in einem Artikel im Lokalst-Teil Bochum Nord/Mitte der WAZ taucht einfach so der Begriff „Lichtverschmutzung“ auf, ohne Anführungszeichen.


Grandioser Gig von KLAATXT im Maschinchen Buntes (mit exzellenter Soundanlage) in Witten.

Sa, 30. November: auf dem HATT Nr. 24.

Mond mit Venus über Bochum – von den anderen Objekten war der Jupiter mit bloßem Auge gerade eben zu sehen, der Saturn bei diesem Dämmerungsgrad noch nicht.

Mo, 2. Dezember: In Die Wissens-Macher plaudert die freie investigative Medizin-Journalistin Martina Keller aus dem Nähkästchen, etwa über einen Einsatz in der Ukraine.

Di, 3. Dezember: Im Planetarium The Influencer, ein bemerkenswertes Theaterstück mit nunmehr vollem Fulldome-Einsatz – in dieser raumgreifenden Form eine Premiere (der Teaser auf DIVE verwirrte eher, jetzt ist’s eine schlüssige Dystopie).

Mi, 4. Dezember: Ebenso beeindruckender wie schockierender Überflug der zweiten Starlink-Satelliten-Kette über Witten-Herbede zwischen 6:00 und 6:25 MEZ – erst im Minuten-, dann Sekunden-Takt erschienen sie zwischen Polarstern und Großem Wagen (aus dem Erdschatten), dessen Kastensterne sie in deren Nähe etwas an Helligkeit übertrafen, womit sie eher 1. als 2. Größe hatten. Typischerweise 7 bis 10 waren jeweils gleichzeitig als Kette über den Himmel ziehend zu sehen, in wechselnder Formation mit manchmal gegenseitigen Überholungen, da wegen leicht unterschiedlicher Bahnhöhen etwas verschieden schnell unterwegs: ein Spektakel, das so im Dezember und drei Wochen nach dem Start basierend auf den Mai-Erfahrungen wahrlich nicht zu erwarten gewesen war.

Als Bonus danach Morgennebel und -rot über der RUB … während es in der alten Heimat zur Sache geht: Königswinter gehört jetzt zun neuen „Wolfsverdachtsgebiet Oberbergisches Land“ (aber erstmal nur östlich der A 3).

Do, 5. Dezember: Da das Wetter gehalten hat, noch einmal ein Blick auf die Starlink-Kette, jetzt eine Dreiviertelstunde später. Auch wenn es schon dämmerte (Sonnendepression ca. 14 bis 12 Grad), waren vor allem zwischen 6:40 und 6:50 MEZ allein etwa 40 der Satelliten sehr auffällig, wie sie zwischen den Zwillingen und dem Fuhrmann aus dem Erdschatten auftauchten, manchmal alle paar Sekunden, und fast senkrecht aufstiegen – gelegentlich in engeren Gruppen von 4-5, sonst eher wie Perlen an einer Schnur. Helligkeit typischerweise zwischen Castor und Menkalinan, also 1.5 bis 2.0 mag.

Auf dem 32. Raumfahrt-Kolloquium an der FH Aachen, bei dem es diesmal um Asteroiden: Wissenschaft – Missionen – Gefahren geht: allerlei Tweets während des Geschehens. Und gleich mal die aktuelle NEO-Statistik von Gerhard Drolshagen (Oldenburg)

Was wir über den Asteroiden Ryugu durch Hayabusa 2 und MASCOT gelernt haben: Er ähnelt kohligen Chondriten vom CM-Typ oder den Tagish Lake-Meteoriten. Jetzt wurden mit dem Flight Spare der MASCOT-Kamera zum Vergleich Meteoriten abgelichtet, Allende scheint am besten zu passen. Gisela Pösges vom Geopark Ries zeigte in Sachen Impaktkrater bemerkenswerte TanDEM-X-Bilder, die auch als Buch erscheinen sollen.

Rüdiger Jehn vom NEO Coordination Centre der ESA über das Flyeye-Teleskop der ESA, nach dem längerem Ärger mit der Entwicklung der Kamera wohl bald in Italien getestet werden kann, bevor es in Sizilien (und später ein zweites Chile) alle zwei Nächte den gesamten sichtbaren Himmel bis 21.6 mag. abscannen soll. Man rechnet mit ~3 Mini-NEOs pro Jahr, die vor ihrem Airburst entdeckt werden, allerdings mit Vorwarnzeit < 24 Stunden; die Methodik soll unabhängig mit einem kleinen Teleskop in Chile getestet werden. Auch die erfolgreiche Entwarnung für 2006 QV89 war ein Thema.

Und warum ein Impaktor heute als beste Methode gesehen wird, um einen Asteroiden auf Erdkurs abzulenken: Wenn man ihn früh genug entdeckt (das ist entscheidend), kann schon eine einzige per Sonnensegel auf idealem Wege auf ihn geworfene Masse genügen, um die Bahn hinreichend zu verändern. Ist die Zeit allerdings zu knapp, müsste man wohl doch nuklear …

So, 8. Dezember: ein weitererer Versuch mit einem Dom-Panorama (siehe 26. November), diesmal am Tage – na ja, quasi bei Sonnenuntergang im Gegenlicht …

DIVE Immersive Arts Festival und mehr

Fr, 15. November: „We need every […] amateur […] astronomer looking for debris that could be a problem“ – ein selten gehörter Satz (0:41-50) in einem unterirdischen SF-Disaster-Film, aber Quantum Apocalypse, heute auf Tele 5, macht’s möglich

Sa, 16. November: Bei Saturday Morning Physics in Bochum gibt’s eine andere als die übliche NYT-Schlagzeile …

… und Eduardo Ros kündigt das EHT-Bild von Sgr A* für die nächsten Monate an.

So, 17. November: Natürlich haben solch eine Momentaufnahme und Iowa im Besonderen im Gesamtbild in Zeit und Raum keine (?) Bedeutung … aber wenn Buttigieg erst POTUS ist, dann kann ich sagen, ich hab es ein Jahr vorher schon gewusst! 😉

Di, 19. November: Eine Blue-Square-Veranstaltung hat mit dem Titel „Schulbuchmythen unter der Lupe: Hielten die Menschen im Mittelalter wirklich die Erde für eine Scheibe?“ wie dem Abstract so gut wie nichts zu tun, ist aber doch ganz unterhaltsam – v.a. der Philosoph, der die existierenden Schulbücher durchweg für völlig abseitig erklärt.

Buchvorstellungen bei Janssen – und im Regal überraschend bereits eine deutsche Version des Lonely Planet „Dark Skies: A Practical Guide to Astrotourism“ entdeckt.

Do, 21. November: Eröffnung des ersten DIVE Festivals in Bochum (Vorschau-Berichte hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier sowie Radio-Beiträge hier und hier und ein TV-Bericht) mit einem hochinteressanten Vortrag in der Zeche 1 von Thomas Oberender über das Wesen der Immersion, …

… der anschließend im Planetarium Ausschnitte aus „Lost“ und „Hemispheres“ zu sehen bekam – Bild vom Festival von allen Tagen in diesem Album.

Fr, 22. November: Bunt strahlt das Planetarium jetzt

… wo es im Rahmen des Festivals einen Vortrag über die Faszination Raumklang …

… und sieben Full-Dome-Shows und Performances (bis 0:40 MEZ) gibt: hier eine überraschend hinter der Kuppel erschienene Geigerin in „Dunkler Wald“ (Florian Hartlieb), ein Visual aus „Insomnia“ (Kai Schumacher) – und Chikashi Miyama mit seinem Datenhandschuh in Action bei „Trajectories“. Dieser Artikel fasst den Abend ganz gut zusammen.

Sa, 23. November: Brennende Mülltonne in der Küppersstraße morgens um 1:30 Uhr … aber die Polizei rückte bereits an.

Eine lebendige Podiumsdiskussion im Schauspielhaus, gefolgt von der – unfotografierbaren – Premiere von Waveform-X im Oval Office-Keller am letzten richtigen Festival-Tag (die kuriose Sensefactory wurde am Folgetag nachgeholt).

Wiederum im Planetarium ein Vortrag zu Geschichte und Wesen desselben von Hans-Christian von Herrmann

… und erneut 4 1/2 Stunden Show, u.a. mit einem Chordeograph, den das Publikum ‚bedienen‘ konnte, und einem spazialisierten Schlagzeug (und beim 3. Mal führte Lost tatsächlich zu psychedelischen Halluzinationen): im Album aller Tage nunmehr über 100 Bilder – und während hier einer nichts Neues mitbekam (v.a. weil er offenkundig den ersten Abend verpasste), bringen es dieser Artikel und dieser Radio-Beitrag sowie dieser (vergängliche) TV-Beitrag auf den Punkt.