Unverhoffte Begegnung mit Sieverding

In der Bundeskunsthalle Bonn in der Ausstellung Katharina Sieverding: „Kunst und Kapital. Werke von 1967 bis 2017“ – zuerst natürlich bei den SDO-Filmen, die mit „Die Sonne um Mitternacht schauen, SDO / NASA (Blue), 2010-2015, Digitale Filmprojektion, 233 min“ tituliert sind. Beeindruckende Projektion, wenn auch nicht in der vollen SDO-Auflösung – und völlig unverändert. Handwerk oder Kunst? Wo ist der kreative Akt? Und wenn der Schatten des Fotografen ins Bild kommt, während es erneut fotografiert wird: Ist das dann Kunst einer höheren Ordnung? Fragen über Fragen – die man der Künstlerin auch selber hätte stellen können, die offenbar anlässlich eines Festaktes mit einer Gruppe durch die Ausstellung zog:

Zum Schluss (in der Comics-Ausstellung herrschte im Gegensatz zu den anderen Fotografierverbot) nochmal ein Blick in den Persischen Garten bei tieferer Sonne …

… und in die Ausstellung „Aleksandra Domanovic – Kalbträgerin“:

Iran-Garten und -Ausstellung in der Bundeskunsthalle

Im Rahmen des Bonner Museumsmeilenfests Gelegenheit zum Besuch des Persischen Gartens, der im Vergleich zu frühen Fotos mächtig ins Kraut geschossen ist, und der Ausstellung „Iran: Frühe Kulturen zwischen Wasser und Wüste“ mit erstaunlich ‚modernen‘ Designs vor etlichen Jahrtausenden:

Darstellungen von Tanzenden und Jägern; Tschigha Sabz, Keramik; 5200 bis 4500 v.u.Z.

Chalkolithische Keramik aus der Susiana (Chusistan); Tal-e Bakun und Gap, Deckelschalen und Topf, 4500 bis 4300 v.u.Z. / Susa, Keramik im Bakun-Stil aus der Fars; 4300 bis 4000 v.u.Z.

Chalkolithische Keramik aus Zentraliran; Tappe Hesar; 4000 bis 3400 v.u.Z.

Hohle Tonkugel mit Siegelabrollungen, Tschogha Misch; 4000 bis 3400 v.u.Z.

Protoelamische Tafel (mit Abrechung eines Schafs-Handels); um 3000 v.u.Z.

Dschiroft, Objekte aus Chlorid; um 2800 bis 2300 v.u.Z.: Gewicht, Deckeldose, Darstellungen von Schlangenkampf und einem Helden.

Ibid, Objekte aus Kupfer: Minischlangen.

Schahdad, Kupferteller mit plastischer Darstellung einer Schlange; 2800 bis 2300 v.u.Z.

Susa und Lorestan, Keramik aus bronzezeitlichen Gräbern; 2600 bis 2300 v.u.Z.

Kudurru (Grenzstein; oberer Teil) aus Sar-e Pol-e Zahab; 1100 v.u.Z. – Götter durch Symbole dargestellt, darunter: Mondsichel oben = Mondgott Sin, Sonnenscheibe links darunter = höchster Gott An, Stern rechts darunter = Ishtar. Und noch ein paar komplexe Keramik-Gefäße zwischen 1000 und 600 v.u.Z.:

Urban Trail im Bochumer Planetarium

Bei der ersten Auflage eines Urban Trail in Bochum geht es auch durch’s Planetarium, samt Kuppelraum mit Licht & Sound:

„Live“-Berichte vom Morgen hier, hier, hier, hier und alle zusammen hier, Berichte mit Erwähnung dieser vorletzten Station hier (zweimal) und hier (gegen Ende der Fotostrecke) und Erwähnungen in Social Media hier, hier, hier, hier (plus eins), hier, hier (plus eins), hier, hier (plus eins), hier, hier und hier.

NL 2017: „Austerlitz“, Garderen, Harskamp – und die Maasdünen

Die Pyramide von Austerlitz in Woudenberg (war noch geschlossen) – in der Nähe auch ein nach ihr benanntes Dorf, während das ‚richtige‘ Austerlitz in Tschechien liegt.

Bei den Sand-Skulpturen in Garderen, Innen- und Außenbereich. Das vorletzte Motiv zeigt den kuriosen Bermtoerisme (Bank-Tourismus), bei dem die Niederländer direkt am Straßenrand Camping machten…

… und hier noch allerlei kuriose Gartendeko zum Verkauf am selben Ort.

Auf dem Passiflorahoeve in Harskamp tropische Schmetterlinge (in Costa Rica eingekauft; inklusive Versuchen, die ultrahektischen Blauen Morphofalter im Flug einzufangen), allerlei Raupen (die hellgrünen von Pfauenspinnern), europäische Schmetterlinge …

… und eine armillarsphärische Sonnenuhr, wie auch tags zuvor von der Vecht zwei gesichtet – offenbar in der Gegend „in“, jedenfalls waren die drei dieser Bauart die einzigen gesichteten Sonnenuhren überhaupt.

Auf der Rückfahrt noch eher zufällig im Nationalpark De Maasduinen und dessen neuestem Besucherzentrum bei Well gelandet (mehr Infos hier und hier) – mit origineller Hand-Fähre über das Reindersmeer und reichlich Rotem Fingerhut am Wegesrand: