Kalender in Dortmund

Bei Zwischen Brötchen & Borussia

… in der TU Dortmund heute Matthias Steinmetz …

… zu allerlei Kalender-Fragen (die zum letztere Thema gezeigte Karte war leider falsch; die Breite 7.5°O, die den Westrand der ‚wahren‘ MEZ markiert, verläuft durch östliche Gebiete Dortmunds, womit u.a. BVB-Stadion ebenso wie Schalke quasi eine Zone weiter westlich liegt).

Auszüge aus dem Kalender-Patent der Berliner Sternwarte von 1700 mit interessanten Formulierungen. Und der Astro-Fan POTUS #6 (wie auch hier, hier und hier verbürgt):

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RadioAstron im Deutschen Museum

Vortrag über die RadioAstron-Mission im Deutschen Museum Bonn (dazu auch ein aktuelles Paper).

Vor Beginn wurde noch Astro-Outreachler Michael Geffert vom AIfA in den Ruhestand verabschiedet – und noch vorher gab’s im Rahmen des Dies Academicus im Juridicum einen detaillierten Vortrag einer „Wirtschafts-Weisen“ zur Lage:

Lichtjahre voraus 2018

Während des Wartens auf den Einlass zum diesjährigen „Lichtjahre voraus“ in der Stadtbibliothek Köln durch’s Fenster das Andocken von Soyuz MS-11 (das auf mein Betreiben hin gezeigt wurde), bei der Veranstaltung selbst dann Vorträge zu …

… dem endlos verschobenen Röntgen-Teleskop eROSITA (unten in Russland angekommen), das nun am 1. April 2019 starten soll, …

… zu normalen & exotischen Raumfahrt-Antrieben sowie zur Mission horizons und Raumfahrt-Perspektiven allgemein (auch Bilder des Veranstalters und eines anderen Besuchers):

Astronomy on Tap Bonn #3

Beim dritten Bonner „Astronomy on Tap“ zuerst Florian Pacaud über “Mapping the cosmos – How astronomers uncovered the 3rd dimension”. Mit einer interessanten Grafik zur Geometrie der flachen Erde des Philosophen Anaxagoras, der immerhin eine materialistische Theorie der Sonne als rotglühenden großen Stein und nicht als Gottheit vertrat.

Die Auswahl-Optionen für die Spendensammeltöpfe, wer (wie auch immer) den Insta-Wettbewerb vom letzten Mal gewann und die komplexe Analyse des Astro-Bingo-Ergebnisses. Mehr Bilder hier – der zweite Vortrag war “Wie groß ist die Welt?” von Laila Linke:

Catwalk. Von Katzen, Hexen und Helden

Aus der Ausstellung „Catwalk. Von Katzen, Hexen und Helden. Japanische Farbholzschnitte“ im Kulturhistorischen Museum im Haus Kemnade in Hattingen die politische Karikatur „Schlafen in Kleidern als letzter Schrei der Hundemode“ von U. Yoshiiku (1861).

„Gelangweilt“ von T. Yoshitoshi (1888) aus der Serie „32 Ansichten von Bräuchen und Manieren“.

Eine jammernde Katze, der eine Muschel in die Pfote beißt und die einen Finanzminister darstellt, aus „Die Landzunge von Tokyo Fukawa“ von K. Kiyochica (1881).

Eine Tuschezeichnung eines unbekannten Künstlers, vermutlich um 1841.

„Das Jadekaninchen“ von T. Yoshitoshi (1892) aus der Serie „Hundert Ansichten des Mondes“; hier tanzt es mit dem Affenkönig Sun Wukong aus „Die Reise nach Westen“. Und von der heutigen Vernissage noch der Burgherr, eine Bürgermeisterin (aus Bochum, dem das Haus Kemnade gehört) und der Kurator Gerhard Philipp:

Bochums fliegender Weihnachtsmann …

Zum 10. Mal schon ist er im Einsatz über Bochum – mit unverzichtbarem Raketen-Zusatzntrieb, wie der Kommentar verkündet. Nebenan bei einem Info-Stand von „Bo wird Bäm“ das nur auf dem Poster „Kultur“ (als Nr. 5) aber nicht „Bildung“ oder „Image“ erwähnte Planetarium auf einem Luftbild als ‚Lieblingsort‘ markiert – und beim Stadt-Marketing steht’s mal wieder prominent auf der Tages-Tafel:

31. Raumfahrt-Kolloquium Aachen

Auf dem 31. Raumfahrt-Kolloquium an der FH Aachen der Rektor M. Baumann und die Referenten H.-J. Blome (der im Wesentlichen zu diesem Thema vortrug), T. Reiter (der mehrere ESA-Beiträge zu den neuen Luna-Missionen Russlands ankündigte und u.a. diese und diese Webseite empfahl), E. Mulder (der klar machte, wie wenig immer noch von der Reaktion des menschlichen Körpers auf µg verstanden wird, weshalb nun schon die x. Bed-Rest-Studie geplant wird) und V. Schmid über die Horizons-Mission (CIMON werde eines Tages einsame Astronauten auf dem Weg zum Mars bei Laune halten) und was danach kommt, z.B. Bartolomeo auf der ISS – 14 Screenshots der Aachener Vorträge sind in diesem Thread zu finden.

J. Schlutz verwendete ein Online-Tool, um während seines Vortrags Publikums-Antworten auf die Fragen „Was sollte das vorrangige Ziel der astronautischen Raumfahrt in den nächsten 15 Jahren sein?“ und „Warum sollten wir Exploration betreiben?“ zu sammeln (und empfahl die International Space Exploration Coordination Group ISECG als richtungsweisend).

D. Wilde stellte den aktuellen Planungsstand der Lunar Orbiting Platform vor, die nun in einer „konkreten Vorstudien-Phase“ ist: Die USA wollen das erste Modul (auf einer kommerziellen Rakete) 2022 starten, mit dem weiteren Aufbau in den folgenden 5-6 Jahren mit solchen und SLS-Starts (jeweils als Zusatz-Payload zu einer Orion) vollenden. Eine 4-köpfige Besatzung solle dann 30 bis 90 Tage bleiben, mit deutlich weniger ‚Luxus‘ als auf der ISS, die meiste Zeit ist aber keiner da. Und der Orbit, mit permanentem Sichtkontakt zur Erde und Sonne ist viel „interplanetarer“ als der der ISS. Als Rausschmeißer zog schließlich Raumfahrt-Rentner W. Seboldt diverse Ideen zur Kommerzialisierung der bemannten Raumfahrt durch den Kakao (dass dies bei der ISS schwerlich gelingen würde, hatten auch andere Referenten vorgerechnet) – damit endete das Kolloquium nach 7 1/2 Stunden, die nur durch zwei mit 20 Minuten viel zu kurze Kaffeepausen unterbrochen worden waren:

First Man in IMAX

Angepriesen von der IMAX Corp., der Online-Fachpresse und einigen Kritikern heute den „First Man“ auch im Klein-IMAX in Bochum geguckt: Exakt zwei Stunden nach Beginn dehnt sich mit dem Öffnen der LEM-Luke das Breitwand-Bild tatsächlich (ein wenig) in der Vertikalen aus und gewinnt etwas an Auflösung. Allerdings kommen in den weniger als 10 Minuten IMAX auch wieder die für diesen Film typischen Unschärfen vor, die nun um so mehr auffallen. Und da die Oberfläche des Mondes bekanntlich eine „magnificent desolation“ ist, hält sich auch in den IMAX-typisch hyperscharfen Totalen der Gewinn an Information in Grenzen. Kurioserweise gewonnen hat durch das Betrachten auf der extragroßen Leinwand hingegen der viel frühere und in kleinem Filmformat gedrehten Start von Gemini 8 aus der Innenperspektive der Kapsel: Man würde sich wünschen, einen Soyuz-Start mal in dieser durch Mark und Bein gehenden Weise auf der Leinwand zu erleben …