Abschied von Catalina – bei Mizar & Alcor

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60 Sek. f/3.2 ISO 1600, KB-Äquiv. 50 mm, leichter Crop, grau-konvertiert

Heute früh um halb 3 eins der letzten drei verbliebenen Fenster, in denen Komet Catalina hoch an mondlosem Himmel zu sehen ist: Hier steht er in der Mitte nahe des oberen Randes als einziges diffuses Objekt im UMa, rechts oberhalb von Mizar und Alcor. Im Feldstecher trotz guter Sicht ein überraschend unscheinbares und wenig kondensiertes Objekt: Die aktuelle Erdnähe hat ihm visuell nicht geholfen. Da ab jetzt Sonnen- und Erdabstand zunehmen, dürfte es mit der ohnehin geringen Helligkeit bald steil bergab gehen – Tschüss …

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60 Sek. f/3.2 ISO 800, KB-Äquiv. 50 mm, starker Crop

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60 Sek. f/3.6 ISO 800, KB-Äquiv. 122 mm, mittlerer Crop

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30 Sek. f/3.6 ISO 1600, KB-Äquiv. 122 mm, mittlerer Crop, grau-konvertiert

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40 Sek. f/3.6 ISO 1600, KB-Äquiv. 122 mm, mittlerer Crop

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20 Sek. f/3.8 ISO 1600, KB-Äquiv. 174 mm, mittlerer Crop, grau-konvertiert

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60 Sek. f/3.8 ISO 1600, KB-Äquiv. 174 mm, mittlerer Crop

Theorie der Sternentstehung … aber nur für Kinder bis sechs!

Im britischen Fernsehen gibt es nicht nur seit Jahrzehnten „The Sky at Night“ und ab heute im 6. Jahr die Dreifach-Prime-Time-Live-Show „Stargazing Live“ („Heute Abend beginnt …“): Wie heute zufällig entdeckt, wird im Rahmen des Kinderfunks „CBeebies“ explizit für Kinder bis 6 ebenfalls ein „Stargazing“-Programm produziert!

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Thema heute war Sternentstehung – die wissenschaftlich exakt und anspruchsvoll (interstellares Medium, Drehimpulserhaltung, Planetenakkretion …) erklärt wurde, u.a. von einem echten Astrophysiker, wie man es sich im deutschen Fernsehen nicht mal für Erwachsene trauen würde. Und auch zur SoFi letztes Jahr wurde natürlich etwas gemacht (während hierzulande die Kinder vor der bösen Finsternisstrahlung versteckt wurden):

Die Venus-Saturn-Konjunktion … quasi am Tage!

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Was für ein Stress: Es wollte einfach kein passendes Wolkenloch kommen, als das enge Planetenpaar noch an gut dunklem Himmel stand – erst nach 8 Uhr MEZ besserte sich die Lage, was zunächst einen sehr beeindruckenden Blick mit einem stabilisierten Spektiv bei 16-facher Vergrößerung erlaubte. Und dann in der nächsten (nicht mehr so klaren) Lücke diese Beweisfotos, mit dem Saturn rechts, wie’s sein sollum 8:18 Uhr MEZ, kurz vor Sonnenaufgang: oben roh (Ausschnitt), darunter dasselbe Bild kräftig kontrastgesteigert, unten ein anderes mit nicht ganz so krasser Aufsteilung.

Venus und Saturn im Anflug (auf einander)

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Nach einer besseren Catalina-Beobachtung bei durchgehend klarem Himmel noch den Aufgang des bereits recht engen Venus/Saturn-Paares abgewartet – der sich just hinter dem (allzu) Großen Ölberg abspielte, weshalb extra lange gewartet werden musste.

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Zu guter Letzt – um 8 Uhr! – bequemt sich dann auch noch der Mond über den natürlichen Horizont: ausgerechnet den Gipfel des Ölbergs! (Alle Aufnahmen, auch vom Planetenpaar, freihändig aus einem Fenster im ersten Stock hängend.) Und abends noch das 69.(!) Planetenseminar in der Bonner VSW:

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Catalina – immer noch da, irgendwie

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Im Feldstecher ein auffälliger diffuser Blob, für die stehende Kamera ein etwas unschärferer Stern – hier jeweils oben in der Mitte auf einer 15-Sekunden-Belichtung in Farbe (ungewöhnlich hässliches Farbrauschen v.a. im Blauen – Chip zu warm?) und schwarzweiß (aus diesem hier ausgeschnitten, wo unten noch Arktur zu sehen ist) und einer weiteren, wo er noch unauffälliger erscheint. 6.5 mag. ist einfach nichts für diese Technik …

Die Südsee beginnt in Sankt Augustin

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In der Ratsstube von Sankt Augustin trägt vor dem Segel-Club Rhein-Sieg Klaus Hympendahl über die Lapita Voyage vor: gewissermaßen Heyerdahl in der richtigen Richtung, nämlich von den Philippinen nördlich an PNG vorbei bis zur polynesischen Exklave Tikopia mit einer besonders ursprünglichen Kultur. (Und wie’s der Zufall will, ist derzeit eine andere Expedition in einem ähnlichen Boot rund um die Erde unterwegs, was sogar bei der letzten Astro-Nacht vor dem Weißen Haus thematisiert wurde.) Erfahre bei der Gelegenheit auch, dass der deutsche Künstler und Amateur-Rongorongologe M. Dietrich – mit dem ich um 1999 Kontakt bzgl. seiner astronomischen Ideen Kontakt hatte – inzwischen im Internet publiziert.

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