NLC: Protokoll eines erstaunlichen Morgens

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Was für eine Nacht! Bereits am Abend davor Aufregung über auffällige leuchtende Nachtwolken, von der ich unterwegs aber zunächst nichts mitbekomme – und erste Aufnahmen kurz vor Mitternacht MESZ ais einem Fenster unter dem Dach in Königswinter-Heisterbacherrott (50°42′ Nord, 7°14′ Ost) bei viel Bewölkung scheinen von dem Display nichts (mehr) zu zeigen. Erst als ich sie beim Planetenseminar 4 Tage später auf der großen Leinwand sehe, fallen mir doch ein paar verdächtige Strukturen auf:

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Dass dies wirklich der Rest des Abenddisplays ist, bestätigen bald Sachkenner – aber dieser Nachtrag nur der Vollständigkeit halber, denn was dann ein paar Stunden später bei nunmehr perfekt klarem Himmel geboten wurde, schlug vor allem an räumlicher Ausdehnung meine bisher besten NLC von 2014 noch bei weitem: ganz oben ein Weitwinkelbild von 4:04 MESZ bei einer Sonnendepression von 9.7°. Nach einer schnellen Auswahl Bilder in groß hier ein detailliertes Protokoll der Entwicklung heute morgen über zwei Stunden hinweg, mit unter dem NNO-Horizont um 8° höher steigender Sonne, die das NLC-Feld erneut beleuchtete – die Belichtungszeiten lagen anfangs noch bei 10 Sekunden, am Ende konnte freihändig fotografiert werden. Erste Aufnahmen ab 2:38 MESZ – Sonnendepression 15.2°, astronomische Dämmerung – zeigten nur ein vages Glühen dicht am Horizont, auch noch weitgehend von Bäumen verdeckt. Aber da war was:

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2:56 MESZ, -14.4° – jetzt ist bereits kein Zweifel mehr möglich, auch das Auge nimmt jetzt etwas wahr:

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3:02 MESZ, -14.1° – die Kamera registriert (starke Teleeinstellung) bereits erste Strukturen in den NLC, die schon ein auffälliges Band tief am Himmel bilden:

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3:09 MESZ, -13.7° – schon jede Menge Struktur in den Wolken bei entsprechender Vergrößerung:

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3:20 MESZ, -13.0° – im rechten Teil des NLC-Bandes ist ein ausgesprochen kontrastreiches Wellenmuster erschienen:

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3:37 MESZ, -11.8°, nun nautische Dämmerung – auch weiter links (weniger ausgeprägte) Wellen:

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3:52 MESZ, -10.7° – im rechten Sektor sind quasi-radiale Strukturen nach oben immer deutlicher geworden:

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4:12 MESZ, -8.9° – Aufnahmen von der Straße aus, denn die NLC reichen inzwischen schon in große Höhe:

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4:24 MESZ, -7.7° – wiederum aus dem Fenster unterm Dach:

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4:30 MESZ, -7.1° – letzte Blicke nochmal von der Straße, mit den besten NLC seit Jahren jetzt bis zum Zenit:

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5 Gedanken zu “NLC: Protokoll eines erstaunlichen Morgens

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