Dies Academicus: SuSys, Drachen und 145’000 tote Vögel

Beim Dies Academicus der Uni Bonn großer Andrang bei der Antrittsvorlesung von Philip M. Bechtle (Mitte: Demo, dass die Kraft eines Mini-Magneten die Gravitation der ganzen Erde schlägt) zur „Physik jenseits des Standardmodells: Was wissen wir darüber?“

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Aus dem Abstract: „Die Teilchenphysikexperimente am LHC erbrachten eine spektakuläre Entdeckung: ein Higgs-Boson. Es ist war die letzte noch ausstehende Entdeckung eines Teilchens des Standardmodells, das alle bekannten Teilchen und die 3 Kräfte des Mikrokosmos beschreibt. Aus dieser Entdeckung der Vollendung des Standardmodells ergeben sich neue, drängende Fragen: Warum gibt es 3 Kräfte im Standardmodell, wie hängen sie zusammen, was ist die Dunkle Materie im Universum, und kann man die Eigenschaften des Higgs-Bosons gar aus anderen, fundamentaleren Theorien vorhersagen? All das beschreibt die ‚Physik jenseits des Standardmodells‘.“ Wobei sich Dechtle als ausharrender Fan der Supersymmetrie als mathematisch naheliegedster Erweiterung entpuppt, auch wenn im konkreten Fall die LHC-Daten eine andere Sprache sprechen.

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Arnulf Krause (Germanistik/Skandinavistik) featuring Fafnir (aus einem Möbelhaus) zu „Geschwätzige Schatzdrachen:Vom Runenstein bis in Smaugs Einöde“. Abstract: „Germanische Drachen jenseits der Ornamentik sind rar, aber beliebt und einer schafft es über einen Nachfahren der modernen Rezeption äußerst erfolgreich auf die Kinoleinwand und in sämtliche digitale Welten: Der Fantasy-Autor J.R.R. Tolkien betonte ausdrücklich, sein eitler und schatzgieriger Drache Smaug habe vor allem den Fafnir der nordgermanischen Völsungensage als Vorbild. Grund genug, dieser Geschichte nachzugehen und Drachen wie Helden zu vergleichen. Außerdem geht es um die lebensentscheidende Gesprächsstrategie mit Drachen und den größten Felsen-Comic der Wikingerzeit.“

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Und schließlich im Zoologischen Forschungsmuseum Alexander König – hier sein Arbeitszimmer – die Behind-the-Scenes-Führung „Das Rückgrat der Vogelforschung – die ornithologische Sammlung des Museums Koenig„: „Die wissenschaftliche Vogelsammlung ist die Keimzelle des Museums Koenig. Noch selbst vom Museumsgründer Alexander Koenig angelegt, wurde die Sammlung im Laufe der Zeit zu einer bedeutenden ornithologischen Forschungssammlung ausgebaut. Sie umfasst mittlerweile Präparate aus allen Teilen der Welt und deckt zwei Jahrhunderte Sammeltätigkeit ab. Dies erlaubt außergewöhnliche geographische und zeitliche Vergleichsstudien zwischen Vogelpopulationen. Während dieser Führung werden die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Bereiche der Vogelsammlung besucht, besondere Präparate vorgestellt und die Aufgaben der modernen vogelkundlichen Forschung im Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig erläutert.“

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(Der gut 100 Jahre alte Balg eines Sperlings.)

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(Hinten ein über 200[!] Jahre alter Kuckkuck, gesammelt von Brehms Vater.)

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(Die Variationsbreite von Alk-Eiern einer einzigen Spezies.)

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(Die größten Eier der Sammlung: vom ausgestorbenen Madagaskar-Strauß.)

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